Sexy Spam – “Wie sehen unsere Kommunikation?” (Ist das schon eine Datenschutz-Verletzung?)

Vermehrt Spam-E-Mails mit Foto-Anhang von durchaus attraktiven Menschen – vorrangig natürlich Frauen

“Ich möchte wirklich einen Mann finden, der mich mit dem Thema BDSM-Sex bekannt macht, da ich es noch nicht ausprobiert habe, aber ich möchte es wirklich. Mit dem vorherigen Kerl haben wir mit Ohrfeigen angefangen, dann gab es Kostüme, Demütigungen, wir haben es mit Wimpern versucht, aber dann hat er es nicht gemocht, er mochte gewöhnlichen Sex.” … und so weiter…

Aktuell sind offenbar wieder vermehrt solche Nachrichten im Umlauf, da einige Kunden in dem Zusammenhang die Frage stellen, ob dies auch ein Thema für den Datenschutz sein kann.

Wie immer: “Das kommt drauf an.”

Der Erhalt einer solchen E-Mail ist erstmal nur lästig, weil vermutlich unerwünscht. Hier der Verweis an die Berater und Anwälte rund um das Wettbewerbs- bzw. Persönlichkeitsrecht (EU-Grundrecht auf Privatheit und nationale Gesetzt).

Aus Datenschutzsicht wäre zu klären, ob es vielleicht irgendwo eine “Lücke” gibt, die die eigenen Adresse kompromittiert haben könnte – hier dürften aber auch nicht viele mehr möglich sein. E-Mailadressen sind praktisch öffentlich und können auch bei anderen ausgepäht worden sein.

Die typischen Hinweise zur Informationssicherheit

  • Betriebssystem und Programme aktuell halten (Updates durchführen)
  • Der aktive Benutzer muss keine Administratoren-Berechtigung haben
  • Programme nur für administrative Zwecke auch mit Administratoren-Rechten ausführen
  • Virenschutz einsetzen
  • Internetsicherheitsprogramm einsetzen
  • KEINE ANHÄNGE VON KOMISCHEN E-MAILS ÖFFNEN
  • KEINE KOMISCHEN ANHÄNGE IN E-MAILS ÖFFNEN
  • Keine Antwort zurücksenden (Falsch-Positiv-Liste)

Besonders der oft laxe Umgang mit E-Mails ist heute die absolute Quelle Nr. 1 für das Auftreten von Malware. Daher Anhänge in E-Mails öffnen und mitdenken – eine Excel-Liste hat eine entsprechende Dateiendung XLS oder XLSX und nicht EXE (für eine ausführbare Datei, sprich ein Programm). Mit etwas IT-Achtsamkeit ist schon viel gewonnen. 😉

… und bevor Fragen aufkommen: Bild: Shutterstock (lizenziert)