IBM-Studie: Durchschnittskosten pro Datenpanne leicht gesunken

IBM-Studie: Durchschnittskosten pro Datenpanne leicht gesunken

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Je schneller ein Datenleck entdeckt und behoben wird, desto geringer ist der finanzielle Schaden beim Verursacher. Der Unterschied kann in die Millionen gehen.

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(Beitragsbild: WolfBlur ├╝ber Pixabay)

Angriffswarnung: Massive IT-Sicherheitsl├╝cken in Berliner Wasserbetrieben

Angriffswarnung: Massive IT-Sicherheitsl├╝cken in Berliner Wasserbetrieben

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Sicherheitstester halten einen erfolgreichen schweren Cyberangriff gegen den landeseigenen Betrieb mit Zusammenbruch der Abwasserentsorgung f├╝r wahrscheinlich.

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(Beitragsbild: qimono ├╝ber Pixabay)

Betriebsrat: Mitbestimmungsrecht beim Arbeitnehmerdatenschutz

Betriebsrat: Mitbestimmungsrecht beim Arbeitnehmerdatenschutz

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Beim Schutz der Arbeitnehmerdaten nimmt der Betriebsrat eine zentrale Rolle ein. Die Norm, die im Zusammenhang mit dem Mitbestimmungsrecht eine Rolle spielt ist § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Aber welchen Zweck hat das eigentlich?

Situation im Arbeitsverhältnis

Heutzutage werden personenbezogene Daten haufenweise erzeugt und verarbeitet. Das sind nicht nur solche Daten, die der Arbeitgeber bewusst speichert, beispielsweise in Software zur Mitarbeiterbeurteilung, oder solche, die für den Arbeitnehmer offensichtlich sind. Viele informationstechnische Systeme erzeugen dazu im Hintergrund Daten, die grundsätzlich dazu genutzt werden könnten, das Verhalten des Beschäftigten zu überwachen. Das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats soll die Gefahren für den einzelnen Arbeitnehmer auf das unbedingt notwendige Maß beschränken.

Schützt der Betriebsrat vor jeglicher Überwachung?

Nein. Innerhalb der gesetzlichen Grenzen ist eine „Überwachung“ von Arbeitnehmern zulässig. Das Mitbestimmungsrecht soll lediglich vor rechtlich unzulässigen Eingriffen schützen. Soweit eine Verarbeitung von personenbezogenen Daten für die Begründung, die Durchführung oder Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses erforderlich ist, dürfen Daten eines Beschäftigten auch verarbeitet werden (§ 26 BDSG). Der Betriebsrat kann allerdings bis zu einem gewissen Grad bei der Beurteilung der Rechtmäßigkeit eine Rolle spielen und mithilfe von Betriebsvereinbarungen den Rahmen für rechtlich zulässige Eingriffe mitgestalten.

Mitbestimmung bei Leistungs- und Verhaltenskontrolle

Sobald eine technische Einrichtung zur Leistungs- und Verhaltenskontrolle geeignet sein kann, besteht ein Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats. Das regelt § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG:

Der Betriebsrat hat, soweit eine gesetzliche oder tarifliche Regelung nicht besteht, in folgenden Angelegenheiten mitzubestimmen:

6. Einführung und Anwendung von technischen Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen;

In der Rechtsprechung wird § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG dahin verstanden, dass es trotz des Wortes „bestimmt“ nicht auf die subjektive Überwachungsabsicht des Arbeitgebers ankomme, sondern allein entscheidend sei, ob die technische Einrichtung objektiv geeignet ist, Verhalten und Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen (BAG, Beschl. v. 6.12.1983 – 1 ABR 43/81; BAGE 27, 256 = NJW 1976, 261 = AP § 87 BetrVG 1972 – Überwachung – Nr. 2; BAG AP § 87 BetrVG 1972 – Überwachung – Nr. 3).

Auch wenn der Arbeitgeber gar keine Leistungs- und Verhaltenskontrolle bezweckt, wenn er also das Verhalten der Mitarbeiter gar nicht kontrollieren will. Meist speichern Systeme beispielsweise jeden angelegten und bearbeiteten Datensatz. Oftmals ist eine Protokollierung von Nutzerdaten auch aus Gründen der IT-Sicherheit erforderlich. Sobald diese Informationen theoretisch einem (eingeloggten bzw. angemeldeten) Nutzer zugeordnet werden können, eignet sich das System bereits zur Leistungs- und Verhaltenskontrolle. Auf eine bestehende Absicht des Arbeitgebers kommt es nicht an. Daten, die sich für eine Verhaltens- und Leistungskontrolle nutzen lassen, werden somit in nahezu allen Softwaresystemen verarbeitet, sodass bei beinahe allen Einführungen und Anwendungen von Softwaresystemen eine Einbeziehung des Betriebsrates erforderlich ist.

Was prüft der Betriebsrat?

Wie bereits erläutert, dürfen personenbezogene Daten von Mitarbeitern regelmäßig verarbeitet werden, wenn diese für die Begründung, Durchführung oder Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses erforderlich sind. Der Betriebsrat prüft also die Erforderlichkeit bzw. die Verhältnismäßigkeit der Verarbeitung. Bei der Prüfung wird in drei Schritten vorgegangen.

  1. Die Maßnahme muss geeignet sein, den Zweck zu erreichen.
  2. Es existiert kein milderes Mittel, das gleich geeignet wäre.
  3. Die Interessen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind im Hinblick auf die Persönlichkeitsrechte ausreichend berücksichtigt.

Der dritte Prüfungsschritt erfordert eine umfassende Abwägung der Arbeitgeber Interessen mit den Arbeitnehmerinteressen. Der für den Arbeitgeber angestrebte Erfolg muss mit dem Nachteil für die Beschäftigten in einem vernünftigen Verhältnis zueinanderstehen.

Wann ist der Betriebsrat einzubeziehen?

Gemäß § 90 BetrVG ist der Betriebsrat bereits in der Planungsphase einzubeziehen. Der Arbeitgeber muss dem Betriebsrat hierfür beispielsweise eine Systembeschreibung inkl. Auflistung aller verarbeiteter Datenarten vorlegen. Der Betriebsrat muss außerdem über den verfolgten Zweck Bescheid wissen und auch Punkte wie Datenflüsse, Zugriffsberechtigungen usw. können für seine Beurteilung relevant sein. Der Unterrichtungsanspruch des Betriebsrates ist umfassend. Grundsätzlich muss nach der Bereitstellung der Informationen ausreichend Zeit für eine interne Meinungsbildung bleiben, sodass eine Berücksichtigung der Vorschläge des Betriebsrates noch möglich ist.

Ausnahmen vom Mitbestimmungsrecht

Soweit bereits eine abschließende gesetzliche oder tarifliche Regelung existiert, ist das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates eingeschränkt. Das ist beispielsweise der Fall, wenn der Arbeitgeber verpflichtet ist, bestimmte Kontrollmaßnahmen durchzuführen. Relevant ist das insbesondere bei Banken, die gewisse Überwachungspflichten haben oder auch beim Einsatz von Fahrtenschreibern. Wie die Umsetzung im Detail aussieht, ist meist jedoch nicht konkret vorgeschrieben, sodass jedenfalls die Regelungen der konkreten Ausgestaltung wieder der Mitbestimmung unterliegen.


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Sch├╝tzt der Mundschutz vor biometrischer Gesichtserkennung?

Sch├╝tzt der Mundschutz vor biometrischer Gesichtserkennung?

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Die Corona-Krise hat immer noch unser aller Leben im Griff. Nun macht das Virus auch der Technik zu schaffen, wenn auch nur mittelbar. Eine Studie aus den USA hat gezeigt, dass Gesichtserkennungssoftware mit dem Mundschutz so ihre Probleme hat.

Gesichtserkennung im Alltag

Man mag es kaum glauben, aber es gab tatsächlich eine Zeit vor Corona, als andere Themen die Tagesordnung bestimmten. Damals, aber auch heute noch, war ein brandaktuelles und umstrittenes Thema: Gesichtserkennungstechnologien.

Unbestritten ist, dass die Verbreitung der Gesichtserkennung im Alltag weiter zu nimmt. Neben professionellen Kameras und Computersystemen ist die Technologie, seit dem Release des iPhone X von Apple, auch in modernen Smartphones verbaut. Über die Gesichtserkennungssuchmaschine PimEyes hatten wir vor kurzem berichtet. Nicht zu vergessen ist natürlich der Einsatz solcher Programme in Überwachungssystemen, die an öffentlichen Plätzen und Straßen verwendet werden.

Wie funktioniert die biometrische Gesichtserkennung?

Bei der biometrischen Gesichtserkennung wird über eine Kamera das Gesicht einer Person aufgenommen und mit einem oder mehreren zuvor gespeicherten Gesichtsbildern verglichen. Dabei wird zunächst das Bild z. B. in einem PC digitalisiert. Die Erkennungssoftware lokalisiert sodann das Gesicht und berechnet seine charakteristischen Eigenschaften. Das Ergebnis dieser Berechnung, das sog. Template, wird mit den Templates der gespeicherten Gesichtsbilder verglichen. Da jedes menschliche Gesicht anders ist, kann man mit Hilfe solcher Aufnahmen eine Person wiedererkennen.

Gesichtserkennung in Zeiten von Corona

Aus gegebenem Anlass hat das amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST), welches für Technologiestandards zuständig ist, kürzlich Gesichtserkennungssysteme getestet. Dabei wurden ausschließlich Gesichtserkennungsprogramme untersucht, die aus Algorithmen bestanden, welche vor der Pandemie erstellt wurden. Dem Bericht zufolge gelang es selbst den besten der 89 getesteten Systeme nicht fehlerfrei, den digital angebrachte Mundschutz mit einem Kontrollporträt desselben unbedeckten Gesichts abzugleichen.

Das Forschungsteam untersuchte die Fähigkeit jedes Algorithmus im sogenannten „Eins-zu-eins“-Abgleich, was auch beim Entsperren von Smartphones oder bei Passkontrollen zum Einsatz kommt. Bei diesem werden zwei Fotos derselben Person einander gegenübergestellt, wobei durch digitale Retusche mit verschiedenen Maskenformen das Originalbild verändert wurde.

Natürlich unterscheiden sich der Mundschutz in der realen Welt und das Verständnis jeder Person, wie sie zu tragen sind. Die meisten Menschen tragen chirurgische oder wiederverwendbare Stoffmasken, während einige sich einfach ein Kopf- oder Halstuch um ihr Gesicht binden. Um den Test so realitätsnah wie möglich zu gestalten, führte das NIST diesen in neun Varianten durch, darunter Unterschiede in Form, Farbe und Nasenbedeckung.

Die Erkennung von Gesichtern versagt vorerst

Bei der Verwendung von unmaskierten Bildern liegen die Fehlerraten der Algorithmen bei etwa 0,3 Prozent, was als eine unbeachtliche Fehlerrate einzustufen ist. Diese steigt aber an, sobald die Nase und der Mund einer Person bedeckt werden. Selbst die Elite-Programme erreichen hier eine Fehlerquote von fünf Prozent. Bei „ansonsten kompetenten“ Programmen liegt man bei 20 bis 50 Prozent. Die NIST stellte auch fest, dass die Algorithmen besonders allergisch auf dunkle, voll deckende Masken reagieren. Diese hindern das System daran, den üblichen Prozess des Messens und Vergleichens der Gesichtszüge der Person abzuschließen.

Wie eingangs erwähnt, wurden hier nur Algorithmen verwendet, die vor der Pandemie entwickelt worden sind. Diese wurden nicht für den Alltag in Corona-Zeiten konzipiert, sprich sind nicht für den Umgang mit Gesichtsmasken entwickelt worden. Das nimmt die NIST nun zum Anlass, im Laufe des Jahres Algorithmen zu untersuchen, die sich an die aktuellen Gegebenheiten angepasst haben.

Was heißt das nun?

Nun, da die Gesichtserkennung fehleranfälliger geworden ist, kann man in der Welt des Datenschutzes aber mal so richtig schön tief durchatmen, oder nicht? Nein, kann man nicht! Genauer gesagt, sollte man nicht! Die biometrische Gesichtserkennung bleibt ein zentrales Thema unserer gesellschaftlichen Zukunft. Man sollte bei der Gesichtserkennung weiter besonders achtsam bleiben, da es unser unverkennbarstes Datum ist. Unser Gesicht macht uns einzigartig und hebt uns von unserem Nachbarn ab.

Dass die Maskenpflicht zurzeit dazu führt, dass eine Erkennung nicht mehr so erfolgreich verläuft, sollte die Diskussion um den Einsatz solcher Software nicht erlahmen lassen. Die Maskenpflicht soll uns und unsere Gesundheit schützen. Ein Schutz unserer personenbezogenen Daten kann sie nicht gewähren, denn die Testergebnisse der amerikanischen Behörden sind nur eine Momentaufnahme. Die Folgen solcher Untersuchungen werden eine Anpassung der Algorithmen sein. Bis diese vollzogen sind, wird es nicht lange dauern. Dann wird sich die Gesichtserkennung wieder in niedrigeren Fehlerbereichen einpendeln, was Datenschützer wieder zu mehr Wachsamkeit veranlassen sollte.


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Garmin: Reparaturarbeiten nach Ransomware-Attacke

Garmin: Reparaturarbeiten nach Ransomware-Attacke

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Nach der von Garmin erst nach mehreren Tagen best├Ątigten Cyber-Attacke laufen die Systeme langsam wieder an.

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(Beitragsbild: Simon ├╝ber Pixabay)

Benachrichtigungspflichten bei Datenpannen richtig umsetzen // Viele Labore faxen z.B. Berichte noch – oft landen diese beim falschen Empf├Ąnger

Benachrichtigungspflichten bei Datenpannen richtig umsetzen

Das passiert leider noch immer regelm├Ą├čig: per Fax erhalten Firmen die Laborberichte oder Ergebnisse von G-Untersuchungen, weil sich die Absender “verw├Ąhken”.

– Reposting –

Eine Umfrage des Senders NDR unter den Datenschutz-Aufsichtsbeh├Ârden zeigt: Sensible Patientendaten landen in gro├čer Zahl bei falschen Empf├Ąngern. Wer richtig mit solchen Datenpannen umgeht und daf├╝r sorgt, sie zuk├╝nftig zu vermeiden, minimiert das Risiko von Bu├čgeldern.

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(Beitragsbild: Myriams-Fotos ├╝ber Pixabay)

Der Einsatz von Pflegeroboter und die datenschutzrechtliche Frage

Der Einsatz von Pflegeroboter und die datenschutzrechtliche Frage

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Nicht nur die Digitalisierung, sondern auch die Robotik schreitet schnell voran. Wie Pflegeroboter eingesetzt werden können und ob dies aus Sicht des Datenschutzes möglich ist, lesen Sie hier.

The future is now

Was nach Zunkunftsmusik klingt, ist schon Realität: Die ersten Pflegeroboter werden von verschiedenen Anbietern vorgestellt und sollen unsere älteren Mitbürger in ihrem Alltag unterstützen.

Pflegeroboter sollen klassische Aufgaben von menschlichen Pflegepersonal übernehmen und beispielsweise pflegebedürftigen Menschen bei der Einnahme von Medikamenten helfen, während der Nahrung- oder Getränkeaufnahme unterstützen, beim Gehen oder Aufstehen und weitere täglichen Aktivitäten behilflich sein. Nicht nur hilfreich, sondern auch die Sicherheit soll gesteigert werden. Sie können auf Zuruf Notrufe absetzen und sollen stetig dazulernen, um Handlungsaufforderungen nachzugehen.

Was will der Pflegeroboter alles wissen?

Nehmen wir an, dass ein Pflegeroboter verschiedene Personen mit Medikamenten versorgen will. Um den genauen Medikamentenplan einzuhalten, muss sichergestellt werden, dass jeder unterschieden und zielgenau unterstützt wird.

Mittels einer Kamera kann ein Abgleich des Gesichts vollzogen werden, um daraufhin die pflegebedürftige Person zu identifizieren. Dabei wird ein Roboter im ersten Schritt diverse personenbezogene Daten wie z.B. Name, Adresse oder auch ein Bild des Gesichts benötigen, um zu Wissen wer die pflegebedürftige Person ist. Hierbei sprechen wir von gängigen personenbezogenen Daten nach Art. 4 Nr. 1 DSGVO. Bei Bildern stellt sich die Frage, ob es biometrische Merkmale zur Identifizierung benötigt oder auch Alternativen bestehen, um ebenfalls den Grundsatz der Datenminimierung zu erfüllen. Geeignete Alternativen können QR-Codes darstellen, um das Verarbeiten eines besonderen personenbezogenen Datums zu vermeiden.

Es wird sicherlich nicht nur beim anfänglichen Stammdatensatz bleiben, da der Roboter alltägliche Erfahrungen sammelt und diese in verschiedenen Datenbanken speichert. Demnach wird der Roboter lernen, um die Pflegeleistung stetig zu verbessern und zu wahren. Klar ist, dass der Roboter einen umfangreichen Datensatz einer Person erstellen wird, um seine Aufgaben und den definierten Zweck zu erfüllen.

Datenschutzrechtliche Rechtsgrundlage

Sicherlich bestehen hierbei neben den datenschutzrechtlichen Anforderungen auch weitere Spezial-Anforderungen aus dem Medizinrecht, welche jedoch den Umfang des Blogbeitrags sprengen würden. Deshalb stellen wir uns isoliert die datenschutzrechtliche Frage, auf welcher Rechtsgrundlage die Verarbeitung gestützt werden kann.

Wie es die Praxis zeigt, werden für solche Dienstleistungen Betreuungs- oder Pflegeverträge geschlossen. Dies gibt uns den Hinweis, dass in Zukunft ebenfalls solch ein Vertragswerk bestehen wird, da hierbei statt eine menschliche Pflegekraft ein Assistenzroboter die Dienstleistung ausführt. Indem hierbei ein Vertrag mit dem Betroffenen geschlossen wird, könnte die Verarbeitung der personenbezogenen Daten zur Erfüllung des Vertrags nach Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO benötigt werden. Dies ist zu bejahen, soweit der Pflegevertrag explizit robotische Dienste beinhaltet.

Problematisch wird es jedoch mit den Gesundheitsdaten in Form von besonderen personenbezogenen Daten nach Art. 4 Nr. 15 DSGVO. Gesundheitsdaten sind im Vergleich zu üblichen personenbezogenen Daten schutzwürdiger, sodass hierbei höhere rechtliche Anforderungen bestehen und Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO nicht ausreicht. Der Roboter wird Medikamentenpläne, Krankheitsbilder oder auch aktuelle Gefühlslagen der Personen dokumentieren. Damit der Pflegeroboter diese Gesundheitsdaten verarbeiten darf, benötigt es eine Einwilligung nach Art. 9 Abs. 2 lit. a) DSGVO oder die Verarbeitung dient dem Zweck der Gesundheitsvorsorge nach Art. 9 Abs. 2 lit h) DSGVO.

Sicherlich dient der Einsatz eines Pflegeroboters den Zweck der Gesundheitsvorsorge, sodass die Rechtsgrundlage vermeintlich herangezogen werden kann. Allerdings besteht eine weitere Voraussetzung: Die Datenverarbeitung muss durch Fachpersonal oder unter dessen Verantwortung erfolgen. Ob es hierbei ausreicht, dass ein Arzt die Handlungen eines Pflegeroboters mittel Monitoring überprüft, ist aktuell noch nicht geklärt und könnte von Seiten der Datenschutz-Aufsichtsbehörden verneint werden. Möchte der Pflegeanbieter jedoch eine alternative Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der Gesundheitsdaten, so wählt er die Einwilligung, da stark davon auszugehen ist, dass Kunden diese nicht verweigern, soweit keine Patientenverfügung besteht.

Alles noch Zukunftsszenarien?

Eher nicht: Unternehmen wie Boston Dynamics entwickeln aktuell Roboter, welche Klettern oder Bewegungen eines Menschen nachahmen können. Zudem gibt bereits die ersten Assistenzroboter und es lässt sich bereits ein Trend erkennen, sodass der Bedarf nach solchen Robotern stetig steigt.


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So wird die Video├╝berwachung in Ihrem Unternehmen kontrolliert

So wird die Video├╝berwachung in Ihrem Unternehmen kontrolliert

– Reposting –

Der Landesbeauftragte f├╝r den Datenschutz und die Informationsfreiheit in Baden-W├╝rttemberg (LfDI BW) hat auf eine Anfrage ├╝ber die Internetplattform ÔÇ×FragDenStaatÔÇť seinen Fragebogen zur Video├╝berwachung ver├Âffentlicht

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(Beitragsbild: StockSnap ├╝ber Pixabay)

Download Muster: Vorlage f├╝r den Prozess des Onboardings

Download Muster: Vorlage f├╝r den Prozess des Onboardings

– Reposting –

Stellt ein Unternehmen neue Mitarbeiter ein, ist auch aus Datenschutzgr├╝nden vieles zu ber├╝cksichtigen. Das Muster zum Onboarding deckt die wichtigsten Punkte ab.

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(Beitragsbild: Geralt ├╝ber Pixabay)

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